Die Seite für Wanderer
Für unsere heutige Wanderung beehrten wir mal den Zugerberg. Als Wanderparadies ist der Zugerberg trotz seinen 80 Kilometer Wegnetzes zwar nicht unbedingt bekannt, aber er lockte uns doch mit einer erlebnisreichen Rundwanderung an. Drei tierische Rundwege mit den Namen Hase, Fuchs und Hirsch wurden hier oben für die Wanderer markiert und wir stellten uns eine Runde aus Fuchs und Hirsch zusammen, welche auf gut 14 Kilometern über den Zugerberg führen soll. Mit der Standseilbahn erklommen wir also das Hochplateau über dem Zugerland und nahmen unsere Runde in Angriff. Der Wettebericht sagte zwar eine Nebelobergrenze von max. 100 Meter vor, was heute aber leider nicht stimmte. Aber unser Wanderlaune minderte das jedoch nicht und zogen halt bei nicht strahlend blauen Himmel los. Die ersten Kilometer teilen sich die drei Rundwege und wandern somit auf den Spuren von Hase, Fuchs und Hirsch. Gleich zu Beginn auf dem Vordergeissboden stand uns ein etwas kräftiger Anstieg ins Haus, welcher uns zum Wald hinaufführte. Wir traten in diesen dann auch hinein. Die Strasse ging auf dem Sätteli auf Naturbelag über und senkte sich dann auch schon bald dann wieder. Das Strässchen führte uns um den Hünggigütsch herum und wanderten im leichten auf und ab durch den stillen Wald. Wir kamen hier immer wieder an geschnitzten Tierfiguren oder Installationen mit Rätseln vorbei, an denen wir uns jeweils kurz verweilen konnten. Unser Weg schlängelte sich durch den Wald hinaus und gelangten so über Bannholz hinab zur Feuerstelle Fiselstuden mit seinem idyllischen Weiher. Hier trennt sich der Rundweg Fuchs vom Hirsch, welchem wir nun weiter Folge leisteten. Der Weg zog wiederum in die Höhe und schraubte sich hoch zur Bergstation des Nollen-Skilifts. Der höchste Punkt unserer Wanderung war aber noch nicht erreicht, so führte uns das Strässchen weiter bergauf zum Grossmattstollen. Hier machten wir in einer schönen Schutzhütte Rast Bund verköstigten uns mit unserem mitgebrachten Tee und Riegel. Leider verhinderte dann der Nebel die Aussicht auf Rigi und Zugersee wanderten halt etwas aussichtslos um diese Waldkuppe herum. Wir traten dann aus dem Wald heraus und hatten mittlerweile auch wieder Hartbelag unter unsere Füsse gefasst. Das Wetter kehrte sich nun zu unseren Gunsten und hatten bald strahlend blauen Himmel über uns und konnten nun die schöne Aussicht dennoch geniessen. Vor uns fanden wir dann auch die frisch renovierte Kapelle Buschenchappeli, welche erstmals 1754 urkundlich erwähnt wurde. Gemäss einer Sage soll diese von einem verirrten Offizier der Französischen Revolution erbauen lassen worden sein. Er soll geschworen haben, dieses Gotteshaus errichten zu lassen, solle er jemals wieder seine Heimat zu sehen. Wir erreichten dann auch schon gleich den Weiler Füebüehl. Hier stand zuvor einmal eine Militärstrafanstalt, in welcher noch bis in 1980er Jahren Russen inhaftiert waren und in dem nahen Hochmoor Torf stachen mussten. Heute beherbergt dieser Ort auf dem Zugerberg einen ETH-Forschungsstandort. Die Einrichtungen erlauben hier die Forschung an extensiv gehaltenen Mutterkühen und Schafen. Unser Weg führte uns nun durch das Hochmoor, vorwiegend leider auf Hartbelag. Das Hochmoor zählt zu den wertvollsten Naturschutzgebieten im Kanton Zug. So wurden die Entwässerungsgräben mit Holztafeln versehen, die das Abfliessen des Wassers und somit das austrocken des Hochmoors verhindern. Somit wird ein einzigartiger Lebensraum für Tier und Pflanze weiterhin erhalten bleiben. Unser Weg führte uns dann am Rand des Oberwilerwaldes zurück auf den Vordergeissboden, wo unsere Runde dann auch endete. Mit der Standseilbahn ging es dann wieder hinab ins Tal und reisten wieder zurück in die Heimat. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in knapp 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 380 Höhenmeter aufwärts.